Punktgewinn oder Punktverlust?

Während Fußballfans, welche Spannung im Spiel Bayern gegen den BVB erwarteten, enttäuscht wurden, bekamen die Handballfans in Brannenburg diese im Überfluss.

 

Die Partie gegen die technisch versierten Anzinger verlief im gesamten Spielverlauf auf Augenhöhe. Wenn eine der beiden Mannschaften knapp vorlegte konnte die andere postwendend ausgleichen. Auch im Thema Chancenverwertung nahmen sich die beiden Teams nicht viel. Während Anzing seine Nerven am Siebenmeterpunkt nicht in den Griff bekam, ließen die Brannenburger viele gute Chancen aus dem freien Spiel aus. Auch das Torhüterduell zwischen Simon und dem Anzinger Heide kann getrost als ein Unentschieden gewertet werden. 

In der ersten Halbzeit konnten die Brannenburger immer ein bis zwei Tore vorlegen. Dieses Bild änderte sich aber in der zweiten Halbzeit. Aufgrund mehrerer Würfe der Brannenburger, die an der Latte, am Pfosten oder an den Extremitäten des Anzinger Schlussmanns landeten konnte Anzing den Rückstand in einen leichten Vorsprung wandeln. Erschwerend kamen einige Absprachefehler in der Abwehr hinzu, welche Anzing erschreckend leichte Tore vom Kreis gestatteten. Erst als die Brannenburger sich beim Abschluss wieder besannen (es muss nicht immer fest sein), konnte Brannenburg wieder aufschließen und mit einer Führung in die letzte Spielminute gehen.

Einziger bitterer Wermutstropfen: Die Mannschaft hätte es in der letzten Minute selbst in der Hand gehabt beide Punkte im Inntal zu behalten. Mit einem Tor Führung schenkten sie den Ball noch einmal her und fingen sich einen Tempogegenstoß zum glücklichen, aber irgendwie doch verdienten, Ausgleich.

Diese Woche fährt man zum Saisonabschluss zum designierten Meister nach Grafing. Da die Mannschaft aber schon vorhat diesen noch einmal zu ärgern, würde man sich über zahlreiche Schlachtenbummler freuen.